Pressebericht zur Ausstellung

Vardan Loretta Frigo-Holtermann
21.07.2010 · Weitnau-Eisenbolz | Von Andrea Bölle

Inspiration im Grünen

 

Ausstellung - Die italienische Künstlerin Vardan Loretta Frigo-Holtermann hat in ihrem Bauernhof in Eisenbolz bei Weitnau Ausstellungsräume geschaffen.
Idyllisch gelegene Bauernhöfe, eine kleine Kapelle, beschauliche Ruhe vor grasgrünen Hügeln - das ist Eisenbolz (Gemeinde Weitnau). Einmal im Jahr rauschen die Teilnehmer des Allgäu-Triathlons auf ihren Fahrrädern über die kleine Straße, die mitten durch den winzigen Weiler am Fuße des Hauchenbergs führt. Eines ist klar, hierher verirrt sich niemand einfach nur zufällig, zumal auch alteingesessene Allgäuer beim Ortsnamen «Eisenbolz» oft nur fragend die Stirn runzeln. Die italienische Künstlerin Vardan Loretta Frigo- Holtermann und ihr niederländischer Mann Firos Holtermann haben jedoch genau an diesem Flecken Erde ihr kleines Paradies gefunden.
«Hier gibt es unberührte Natur, viel Platz, unendlich Inspiration und nette Nachbarn», schwärmt Frigo-Holtermann von ihrem Wohnort, auch wenn sie zugibt, dass sie mit «Eisenbolz im Winter» erst ihren Frieden machen musste.
Vor 15 Jahren begann das Paar mit der Renovierung eines Bauernhofs und der Gestaltung eines riesigen Permakultur-Gartens. Am kommenden Freitag nun öffnet die Malerin erstmals die Türen für die Öffentlichkeit und präsentiert zusammen mit dem befreundeten Fotografen Dieter Hönig verschiedene Werke unter dem Titel: «Fotos und Bilder - von hier ... von weit ... vom Wunderland ...».

Die 51-jährige Künstlerin aus Padua (Norditalien) beteiligte sich in den vergangenen Jahren mehrfach an verschiedenen Ausstellungen. Erst jetzt jedoch war für sie die Zeit reif, einen Teil des eigenen Hauses zum Ausstellungsort umzufunktionieren.

 

Bespielt werden die ehemalige Scheune samt Atelier, eine Gewölbehalle, ein mit Natursteinen erstellter Außenkeller und Teile des Gartens. Als «allgäuerisch-mediterran-orientalischen Stil» bezeichnet Frigo-Holtermann lachend das Ambiente, das die gesamten Ausstellungsräumlichkeiten durchdringt: Fliesenmosaike, Wasserspiele, alte Sichtbalken, verschachtelte, kathedralenartig anmutende hohe Räume. Darin angeordnet finden sich 65 Werke in unterschiedlichsten Formaten.

 

Frigo-Holtermann zeigt überwiegend Arbeiten in Mischtechnik (Acryl, Aquarell, Tinte). «Kunst ist für mich die Bereitschaft sich überraschen zu lassen, die kleinen Momente der Magie wahrzunehmen», erzählt die Malerin. Dazu zählen Licht- und Schattenspiele im indischen Dschungel («giungla -Dschungel») genauso, wie der Prozess des Keimens ««germogliare - sprießen» oder das Festhalten der kindlichen Neugierde («furiosita -Neugierde»).

 

Werke entstanden auf Reisen

Auch wenn manche Arbeiten auf Reisen durch Indien, Italien, Spanien und Holland entstanden sind - die Brücke zu Eisenbolz schlägt Frigo-Holterman, indem sie unter anderem die alten Fenster des Bauernhauses als Bilderrahmen verwendet.

Ergänzend dazu stellt der Untermaiselsteiner Dieter Hönig Fotografien aus, die allesamt in Eisenbolz entstanden sind: ein skelettierter Pferdeschädel vom benachbarten Pferdehof oder das fröhliche Nachbarskind beim Spielen.

 

Angst, dass ihre Ausstellung die Beschaulichkeit von Eisenbolz stören könnte, hat Frigo-Holterman nicht. «Wir haben gute Kontakte zu den Nachbarn», schmunzelt die Italienerin. Zum Geburtstag ihres Mannes stellten die benachbarten Allgäuer eine ganz besondere Skulptur auf: eine lebensgroße Stoffpuppe mit einem Motormäher und dem Spruch: «60 und kein bisschen leise.»

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Es ist Gott, der durch die Hand des Menschen Seine Pläne in der Natur entwerfen und ausführen lässt. Hazrat Inayat Khan. Zentrum Agrikultur